Bauernregel für´ Wetter




Januar- Hartung:
Grüner Januar macht das Bett zur Bahr.

Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr.
Wenn im Januar viel Nebel steigen, wird sich ein schönes Frühjahr zeigen.
20.1. An Fabian und Sebastian fangen die bäume zu Saften an.
21.1. Zu St. Agnes steigt wieder neuer Saft in den Bäume, und die Natur beginnt ganz zaghaft aus dem Winterschlaf zu erwachen.
Merkte´s so!!!?
30.1. Bringt der Martina Tag Sonnenschein, hofft man auf viel Fücht und Wein- so eine alte Wetter- weisheit. Winzer beobachten des halb seit jeher an diesem Tag das Wetter ganz besonders. Schließlich gibt er schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Traubensaison.
Februar- Hornung:
2.2. Der Tag nimmt zu - Weihnacht um an Muckenschuh- Neujahr einen Hahnen schrei- und dann kommt scho glei- Dreikönig lichtlang um an Hirschensprung- Maria Lichtmess leucht uns dann a Stund.
24.2. Wenn Matthies kommt herbei legt das Huhn das erste Ei.
Mattheis bricht´s Eis.
Die Katz, die in der Hornungssonne liegt im März sich hinter den Ofen schmiegt.
März- Lang, Lenz:
Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen.
Donnert´s in den März hinein, wird der Roggen gut gedeih´n.
3.3. Kunigund macht warm von unt.
17.3. St. Gertraud mit frommen Sinn geht aus als erste Gärtnerin.
21.3. Wie Wind Wetter am Äquinoktium Tag - Nacht- Gleiche. So geht es bis Johanni herum.
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet.
April, April, der macht oder weis nicht was er will.

Kein Wunder dass der April früher Launig oder Wandelmonat geheisen hat.
Hat der April Schneelist, ist´s besser als Schafmist.
14.4. Tiburtius, der Kinder Freud, weil erstmals heut der Kuckuck schreit.
23.4. Auf St.Georgen Güte stehn alle Bäum´ in Blüte.
Gehst du im April bei Sonne aus, lass nie den Regenschirm zu Haus.
April und Weiberwill ändern sich sehr bald und viel.
April Gewalt wird nicht gar alt.
Ist der April kalt und naß, dann wächst das Gras.
Wenn der April Spektakel macht, gibt´s Heu und Korn in voller Pracht.
April schön und rein verdirbt gewönlich den Wein.
April und Mai machen fürs Jahr den Brei.
Mai- Wonnemonat:

Die erste Liebe und Mai gehen selten ohne Frost vorbei.
Wenn im Maien die Bienen schwärmen, soll vor Freude lärmen.
von 11.- 15.5. Die Eisheiligen: Pankrazi, Servazi, Bonifazi sind drei frostige Bazi und zum Schuß fehl nie die kalte Sophie.
25.5. Der Urban zeigt den Winzern die Frucht an.
Juni- Brachmonat:
Schönes Wetter auf Fortunat 1.6. ein gutes Jahr zu bedeuten hat.
Wenn`s im Juni regnet, ist Graswuchs gesegnet.
Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte wird bestah´n.
Soll gedeihen Korn und Wein, muß im Juni Wärme sein.
Allzuviel Juniregen bringt uns keinen Segen, herrscht jedoch die Sonne vor, steht ein guter Herbst bevor.
Wenn im Juni der Nordwind weht, es um die Ernte trefflich steht.
Im Juni bleibt man gerne steh´n um nach den Wolken auszuseh´n.
Juni feucht und warm, macht den Gartler und Bauer nicht arm.
Wenn naß und kalt der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.
Juniglut und Juniflut dem Bauern schaden tut.
Viermal Junieregen bringt zwölfmal Segen.
24. 6. Am Johannitag, die ersten Kirschen heimtrag.
Sichtag für Spargel und Rhabarber Ernte.